Von Sieben, die auszogen, den Marathon zu besiegen

Marathonis vor dem Reichstag 29 09 19Unter den über 46.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Berlin-Marathons am vergangenen Wochenende waren auch sieben Langstreckler des SCM. Vom berühmten "alten Hasen" wie Andreas Fehling mit seinen nicht mehr gezählten Marathonteilnahmen, allein in Berlin sind es mehr als zehn, bis hin zur Debütantin Petra Bierent, die sich das erste Mal auf diese Langdistanz wagte, reichte das Spektrum unsrer Starterinnen und Starter. Die wichtigste Information: Alle sieben Aktiven, die an der Startlinie standen, querten Stunden später, wenn auch zu ganz unterschiedlichen Zeiten, die Ziellinie!

Bis sie jedoch zum Start gelangten, lagen mehrere Wochen harten Trainings vor ihnen. Insbesondere die langen Läufe am Wochenende nahmen sie gemeinsam unter die Schuhsohlen. Wer Sonntagmorgen mit dem Rennrad unterwegs war, konnte die Gruppe auf dem Radweg zwischen Eschwege und Wanfried antreffen. Aber manchmal, zumeist berufsbedingt, waren sie auch einzeln unterwegs. Gleichwohl schrieb Mario Kirschner anschließend von der Insel Rügen: "Sehr gute gemeinsame Vorbereitung in der Heimat auf den Marathon mit einem Lauf, den ich vom Start bis ins Ziel in vollem Umfang genossen habe." Schließlich hatte er auch einmal sechs Jahre in der Hauptstadt gelebt. Mit seiner Zeit von 3:53:41 Stunden und als Zweitschnellster der SCM-Gruppe konnte er absolut zufrieden sein und sprach davon, dass es eine tolle Gemeinschaft im Ski-Club gäbe. Schnellster im SCM-Trikot war Thomas Schellhase in 3:34:11 Stunden. Das bedeutete Platz 944 der M50. Jörg Sennhenn folgte Mario relativ dicht in einem Abstand von 94 Sekunden. Wolfgang Hoffmeister beendete sein Rennen nach 4:08:22 Stunden. Andreas Fehling wollte eigentlich unter 4:30 Stunden bleiben, musste sich aber mit einem Mehr von 68 Sekunden begnügen. Dennoch meinte er anschließend: "Der Regen hat doch nicht so gestört. Deshalb bin ich - wie die anderen auch - mit dem Lauf und dem Ergebnis ganz zufrieden." Lydia Degenhardt erreichte das Ziel nach 5:06:20 Stunden. "Dass ich je einen Marathon laufen würde", gab Petra Bierent nach dem Langzeitwettkampf "zu Protokoll", "hätte ich nie gedacht! Und nun liegt er bereits hinter mir." Schon im Training zeichnete sich ab, "dass es nicht einfach werden würde." Im Wettkampf durchlebte sie dann ein Rennen mit sämtlichen Höhen und Tiefen. "Bis dann die letzte Kurve kam und der Zieleinlauf - einfach unbeschreiblich!" Ihre Einstiegszeit von 5:34:15 Stunden und damit rund zwei Stunden nach Thomas Schellhase geriet dabei fast zur Nebensache.

Abschließend stellten alle sieben Marathonis fest: "Es war eine hervorragend organisierte Veranstaltung. Die Ergebnisse passten. Damit war Berlin eine Reise wert und: Wenn möglich, kommen wir nächstes Jahr wieder hierher!"

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