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Olga Weber und Elke Hottenrott absolvieren 73,9 km bei RENNSTEIGLÄUFERatHOME

Elke Hottenrott jubelt

Eschwege. "Wenn schon der wirkliche Rennsteiglauf nicht stattfinden kann, muss man sich neue Ziele setzen", begründete Elke Hottenrott vom SCM ihre Teilnahme am virtuellen Lauf am vergangenen Samstag. Wo alljährlich mehrere tausend Laufbegeisterte beim Rennsteiglauf zusammenkommen, herrschte diesmal gähnende Leere. Denn alle, die eigentlich starten wollten, erhielten eine Absage. Allerdings bot der Rennsteiglaufverein, so zu sagen als "Kundenbindung" an, dass jeder seine Wunschstrecke in seinem Laufrevier absolvieren könnte - natürlich unter Beachtung der Corona-Bestimmungen - und diese Daten dann aufliefern sollte. Wer sich zu dem virtuellen Lauf meldete, erhielt auch eine Startnummer. So startete Elke mit drei Gleichgesinnten zu dem 73,9 km-Lauf am Thüringenpark in Erfurt pünktlich um 07.00 Uhr.

Olga Weber jubeltDa war Olga Weber, unsere zweite Läuferin in diesem Lauf, bereits eine Stunde unterwegs. So war exakt um 06.00 Uhr vor ihrem Geschäft in der Bahnhofstraße in Eschwege Richtung Lindewerra los gelaufen. Auch sie hatte sich den Supermarathon vorgenommen. Im Gegensatz zu Elke war es für sie der Erste seiner Art und war sie die ersten 32 Kilometer allein gelaufen. "Auf den ersten zehn Kilometern bin ich förmlich geflogen", resümierte sie anschließend. "Vielleicht lag es an den guten Bedingungen: ca. 5°C und kein Wind - das Wetter war super", fügte sie als Erklärung hinzu. An der Brücke in Lindewerra drehte sie um, um zurück Richtung Eschwege zu laufen. Hier erhielt sie dann auch zeitweise Läuferbegleitung. "Einmal für sieben und einmal für 15 Kilometer." Ansonsten erhielt sie Unterstützung vom Fahrrad aus. Allerdings reichte die Distanz Eschwege - Lindewerra und zurück noch nicht aus, so dass Olga Weber an der Kreisstadt vorbei auf der rechten Werraseite bis zur Brücke in Wanfried laufen musste und auf der linken Uferseite zurück. "Die Kilometer 50 bis 65 waren die härtesten", bilanzierte die Läuferin im Ziel. Ebenso stellte sie dort fest, dass sie einen Sonnenbrand bekommen hatte. Nach 7:47:25 Stunden hatte sie den Start- und Zielbereich in Eschwege wieder erreicht. "Vor lauter Freude habe ich noch eine Ehrenrunde auf dem Kreisel am Stadtbahnhof zurückgelegt", erzählte eine auch Tage später noch stolze Olga Weber zufrieden über ihren ersten Ultra-Marathon. Bei aller Freude und allem Stolz vergaß sie aber auch nicht, sich ganz herzlich bei ihrer Begleittruppe zu bedanken, "ohne die ich das nicht geschafft hätte!" Als "Belohnung" erhielt Olga anschließend eine Torte, auf der Kilometer- und Zeitleistung verewigt waren.

Die Läufergruppe mit Elke Hottenrott ließ es ruhiger angehen, zumal sie sich als erstes Zwischenziel die Schwellenburg ausgesucht hatte. Über Witterode und Döllstädt führte die Strecke ins schattige Unstruthtal. Der Wendepunkt am Gefängnis in Gräfentonna signalisierte fast die Hälfte der Distanz. Zurück durch Obstplantagen stieß die schon ansatzweise erschöpfte Läuferschar auf ein verschlossenes Tor, dessen Überwindung doch mehr Kraft benötigte als gedacht. Über Großfahner erfolgte der Anstieg hinauf zu den Fahnerschen Höhen. Beim Bergablaufen kam leider ein Mehr an Distanz hinzu, weil die Orientierung etwas getrübt war. Über Bienstädt und Töttelstädt führte die Strecke zur Grundmühle. Dort legten die Aktiven einen Stopp ein, um den Geburtstag einer Mitläuferin zu "feiern". Wie Elke Hottenrott anschließend berichtete, "gab es Fettbemme - wie am Rennsteig üblich - und alkoholfreies Bier und Faßbrause." Gestärkt ging es dann durch den Schaderoder Grund über Tiefthal zurück zum Thüringenpark Erfurt. Dort erreichten alle das Ziel nach 74,01 Kilometern mit über 700 Höhenmetern in 11:52:34 Stunden unter den Klängen des Rennsteigliedes. "Dieses gemeinschaftliche Erlebnis war nur möglich, weil es viele Helfer und Unterstützer gab - mit einer Superverpflegung! Deshalb vielen, vielen Dank", so die Schlussansage von Elke Hottenrott.

Elke Hottenrott Strava AuswertungTorte für Olga Olga Weber Strava Auswertung

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ergänzender Hinweis:
Da es zu Irritationen bzgl. einer gelaufenen Zeit gekommen ist, sei folgende Ergänzung angefügt:In dem Beitrag "Olga Weber und Elke Hottenrott absolvieren 73,9 km bei RENNSTEIGLÄUFERatHOME" vom 21.05.2020 heißt es im unteren Teil u. a.: "Dort erreichten alle das Ziel nach 74,01 Kilometern mit über 700 Höhenmetern in 11:52:34 Stunden unter den Klängen des Rennsteigliedes."Wenn auf dem Foto "Morning run" dann "9:40:36 std." steht, sollte für den geneigten Leser erkennbar sein, dass es sich hier um die Nettozeit handelt, auch wenn es leider nicht explizit so benannt wurde.Die größere Bedeutung kommt selbstverständlich der o. a. Bruttozeit zu, weil sie das Maß aller Dinge ist - außer bei bestenlistenfähigen Läufen! Aber das war hier nicht der Fall!